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Schreckliches Geständnis: AfD-Abgeordneter Blex hat Gräuel des 2. Weltkriegs erlebt!

Schonungslose Kritik von allen Seiten musste sich die AfD in den letzten Tagen anhören, nachdem mehrere Fraktionsmitglieder nach Syrien gereist waren, mit dem erklärten Ziel, das im Bürgerkrieg befindliche Land für „sicher“ zu befinden und Abschiebungen dahin möglich zu machen. Dann jedoch sorgte ein ein ergreifendes persönliches Geständnis dafür, dass alle Kritiker für einen Moment betroffen verstummten. Während seines Aufenthalts in Syrien offenbarte der Nordrhein-Westfälische AfD-Abgeordnete Christian Blex ein bis dahin nicht öffentlich bekanntes Detail  aus seiner Vergangenheit: „Wir haben die schlimmen Bedingungen eines Lebens im Krieg in Deutschland erlebt und wissen, wieviel Leid das mit sich bringt“, sagte Blex zu Reportern in Damaskus.

Politiker aller Parteien reagierten geschockt. „Wir hatten ja keine Ahnung“, sagte der Grünen-Abgeordnete Cem Özdemir, sonst ein scharfer Kritiker der AfD. Özdemir gestand, dass er Christian Blex auf Mitte 40 geschätzt und sich daher nicht hatte vorstellen können, dass er noch bei vollem Bewusstsein den 2. Weltkrieg miterlebt habe. „Das erklärt natürlich einiges“, sagte Özdemir. „Bei allen sachlichen Differenzen möchte ich Herrn Blex mein tiefes, aufrichtiges Mitgefühl dafür aussprechen, dass er so unvorstellbar schlimme persönliche Lebenserfahrungen machen musste.“

Für die Psychologin und Psychotherapeutin Dr. Johanna Wink von Huse ist das aktuelle, merkwürdig anmutende Verhalten von Christian Blex ein klassisches Beispiel für eine posttraumatische Persönlichkeitsstörung. „Wenn so ein Trauma nicht aufgearbeitet wird, ist es leider nicht untypisch, dass es sich auch nach sehr langer Zeit noch bemerkbar macht. Da passiert es dann, dass sich ein über 80-jähriger Überlebender eines Krieges noch einmal freiwillig in ein Kriegsgebiet begibt.“ Blex' Reise sei vermutlich ein unbewusster Versuch, die schrecklichen Erinnerungen wieder aufleben zu lassen und damit zu verarbeiten, meint die Psychologin. Dafür, dass Blex in seinen Twitter-Posts versucht, das Assad-Regime als harmlos und das Land als sicher darzustellen, hat Wink von Huse allerdings keine schlüssige Erklärung. „Posttraumatische Verhaltensweisen wirken oft vollkommen irrational und lassen sich mit dem normalem Menschenverstand zunächst nicht erklären“, so die Psychologin. „Um das aufzuschlüsseln, bedarf es dann schon einer ausführlichen Psychoanalyse.“

 Da war seine Welt noch in Ordnung: Der kleine Christian Blex (ganz rechts) mit seiner Familie, wenige Wochen bevor die ersten Bomben fielen.