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Sensations-Fund: Bayerisches Symbol in sizilianischer Kapelle entdeckt

Itala ist eine kleine, beschauliche Gemeinde im Nordosten Siziliens. Die ca. eineinhalbtausend Einwohner leben hauptsächlich von der Landwirtschaft. Touristen verirren sich selten hierher. Das könnte sich jetzt schlagartig ändern.

„Wir rechnen mit einem starken Anstieg der Besucher aus Bayern“, sagt Bürgermeister Antonino Crisafulli. In der kleinen Pfarrkirche von Itala ist nämlich etwas aufgetaucht, das vor allem für die Bewohner des süddeutschen Bundeslandes von großem Interesse sein wird.

Der Eibelstädter Xaver Bichelsteiner war auf Wanderurlaub in Sizilien, als er vor ein paar Tagen in die Kirche einkehrte und seinen Augen kaum glauben konnte: Im Innern stand ein hölzernes Kreuz. Der 73-Jährige erinnert sich. „Ich war seit mehreren Stunden unterwegs gewesen und vermutete zunächst, dass mir meine Sinne einen Streich spielen. Ein Kreuz – das Symbol für bayerische Identität und Lebensart – wer hätte es hier in Sizilien vermutet? Das ist ja ungefähr so, wie wenn einem ein Sizilianer in Lederhosen entgegenkäme.“

Der Rentner meldete seine Entdeckung dem Bayerischen Heimatministerium, welches umgehend eine Abordnung von Archäologen und Völkerkundlern nach Sizilien entsandte. Die Forscher konnten ebenfalls kaum fassen, was sie in der kleinen Kapelle zu sehen bekamen. „Das ist so einer dieser glücklichen Zufallsfunde, von dem die meisten von uns ein ganzes Berufsleben lang nur träumen können“, sagt Archäologe Dr. Frank Merzinger. Tatsächlich müsse die Geschichte der europäischen Völkerwanderung nun neu geschrieben werden. „Wir wussten, dass das Stammesherzogtum der Bajuwaren auch Teile Südtirols umfasste, aber dass sogar Sizilien bajuwarische Prägung erfahren hat, ist eine fundamental neue Erkenntnis.“  

An der Echtheit des Fundes besteht nach Angabe der Experten kein Zweifel. Das hölzerne bayerische Staatssymbol wurde auf das 14 Jahrhundert datiert. Darüber, warum es ausgerechnet in einem Gotteshaus aufgestellt wurde, könne man nur spekulieren, so Dr. Merzinger. „Vielleicht wollten sich die Siedler in Momenten der Einkehr und Besinnung ihrer früheren Heimat nahe fühlen.“

Bürgermeister Antonino Crisafulli sieht die neuesten Entwicklungen positiv. „Das Wissen um die gemeinsamen kulturellen Wurzeln wird uns näher zusammenbringen“, ist er sich sicher. Die bayerisch-sizilianische Freundschaft werde wachsen.

Reist er bald nach Sizilien? Wie so viele Bayern fühlt sich Ministerpräsident Markus Söder dem Symbol bayerischer Identität und Lebensart "Kreuz" sehr verbunden.