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24.12.2017

 

„Noch mehr Pommes ich will!“ -

 

Kind mit Dysgrammatismus wird von Star-Wars-Jüngern verehrt


Noch vor einem Jahr glaubten die Eltern des kleinen Linus, einen ganz normalen kleinen Jungen großgezogen zu haben. „Da war eben nur diese ungewöhnliche Art, wie er die Sätze bildete“, erinnert sich Linus' Mutter Anne. „Irgendwie so vornüber gepurzelt.“ Ihr Mann Markus und sie entschieden, Linus einem Sprachheilerzieher vorzustellen. „Der Logopäde fragte Linus nach  seinem Befinden und er antwortete in der ihm eigenen Art („Keine Lust ich habe. Nach Hause ich will.“). Plötzlich begann der Mann zu zittern; er fiel auf die Knie und nahm eine anbetende Haltung an. Markus und ich wussten nicht, wie uns geschah.“

Auch Sprachheilerzieher Frank Müller-Siebenburgen wird dieses besondere Ereignis in seinem Leben nie vergessen. „Ich war mit den „Star-Wars“- Filmen groß geworden; Meister Yoda und Co. waren die Helden meiner Kindheit. Und doch hatte ich die Erzählungen immer für Märchen gehalten, ohne Bezug zur Realität.“ Diese Sichtweise habe sich an jenem Tag jedoch radikal geändert. Müller-Siebenburgen erinnert sich an jedes Detail der ungewöhnlichen Begegnung. „Plötzlich stand da dieser kleine Kerl, der so eine eigentümliche Sprache sprach, dazu diese müden Augenlider, die leicht grünliche Gesichtsfarbe („Übel mir ist. Zu viel Popcorn gegessen ich habe.“). Ich spürte, wie mein Verstand ausschaltete, wie ich von einer unsichtbaren Kraft gezwungen wurde, auf die Knie zu gehen.“ Heute glaubt der Logopäde zu wissen, mit welcher Kraft er es damals zu tun hatte. „Es war die helle Seite der Macht, die da plötzlich leibhaftig vor mir stand.“

Während der kleine Linus dem Besuch bei dem Sprachheilerzieher keine große Bedeutung beizumessen schien („Ein Idiot er ist. Spongebob wegen ihm verpasst ich habe.“), war es für seine Eltern ein einschneidendes Ereignis. Sofort begannen sie, sich mit der spirituellen Strömung des Jediismus zu beschäftigen. Dabei gelangten sie immer mehr zu der Erkenntnis, ein ganz besonderes Kind mit einzigartigen Fähigkeiten zu haben. Eine Erkenntnis, die auch ihre Erziehung beeinflusste.„Wir haben uns entschieden, Linus keinen Sprachunterricht zu geben und ihn stattdessen in Meditation und Kampfkunst zu unterrichten“, sagt Vater Markus. Leider werde diese Entscheidung von der künftigen Klassenlehrerin des heute Fünfjährigen nicht unterstützt. Aber seine Eltern bleiben dabei. Die vielen hundert Briefe von Star-Wars-Fans und Padawanen (Jedi-Schülern), die Linus jeden Monat erreichen (Seine Eltern hatten ein Video von ihm auf YouTube veröffentlicht.), bestätigen sie in ihrem Weg. „Wir denken, dass ein erfolgreiches Durchlaufen der Grundschulzeit weniger wichtig ist, als Ordnung und Frieden in das durch die dunkle Seite der Macht verdorbene Universum zu bringen“, ist sich Mutter Anne sicher.


Unser Bild:

Die grau-grünen Plappmaché-Ohren – ein Geschenk von einem seiner zahlreichen Fans – trägt Linus für sein Leben gern. Ein weiteres Indiz für eine besondere spirituelle Veranlagung?