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"Problemmutter"-Diskussion schwelt weiter

In der Debatte um die rechtmäßige „Mutter aller Probleme“ scheint bislang keine Einigung in Sicht.

Die Koalitionsparteien CSU und SPD streiten weiter um den Begriff „Mutter aller Probleme“. Nachdem Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) behauptet hatte, dass die Migration  „die Mutter aller Probleme“ in Deutschland sei, hatte Außenminister Heiko Maas (SPD) dem widersprochen und den Nationalismus als „die Mutter aller (politischen) Probleme“ bezeichnet.

CSU-Generalsekretär Markus Blume hat diese Aussage heute kritisiert. Seiner Ansicht nach könne es sich bei dem Nationalismus allenfalls um „die Schwiegermutter aller Probleme“ handeln. Die Migration hingegen müsse doch mindestens als „die Adoptivmutter aller Probleme“ betrachtet werden.

Blumes Sichtweise hat SPD-Vize Ralf Stegner wenige Stunden später entschieden widersprochen. Der Nationalismus sei auf jeden Fall „die verstorbene Stiefmutter aller Probleme“, während die Migration allerhöchstens „eine angeheiratete Großmutter aller Probleme“ darstellen könne.

Auf eine Annäherung der Regierungspartner in dieser Thematik muss wohl weiter gewartet werden.


Foto: Die „Mutter der Nation“ Inge Meysel steht mit der aktuellen Debatte in keinem Zusammenhang.