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28.10.2017
Na also! Katar verspricht deutlich bessere Löhne in WM-Stadien ab November 2022

 


Nachdem Katars Arbeitsmarktreformen international immer wieder als nicht ausreichend kritisiert wurden, hat Arbeitsminister Al-Nuaimi nun große Veränderungen angekündigt: Ausländer in Katars WM-Stadien sollen schon ab Mitte November 2022  nicht nur eine wesentlich bessere, sondern sogar eine  überdurchschnittlich hohe Bezahlung erhalten. „Ich verspreche Ihnen, sagte Al-Nuaimi gestern in einer Pressemitteilung, „dass die Löhne der in unseren Stadien Schwitzenden bis zu 25 000 Mal mehr betragen werden als heute.“ Bei derzeit ca. 200 Euro würde dies einen Pro-Kopf-Verdienst von monatlich bis zu fünf Millionen Euro bedeuten.

Während Menschen- und Arbeitsrechtler lieber deutlich früher Verbesserungen sehen würden, zeigte sich FIFA-Präsident Giovanni Infantino hochzufrieden. Die Ankündigungen des katarischen Ministers zeigten, dass gerade eine WM-Vergabe an ein umstrittenes Land viel Positives bewirken könne, so Infantino. „Ganz im Sinne unseres Mottos: „For the game. For the world.“


Unser Bild: Allen Zweifeln zum Trotz: Die WM in Qatar wird wohl stattfinden.