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Guter Kompromiss“: Trump und Un sollen sich auf Pazifikinsel treffen

Weil sich keiner in das Hoheitsgebiet des anderen wagt, haben sich die Berater von Donald Trump und Kim Jong Un auf ein Treffen in der Mitte geeinigt.

Foto: Scheint der ideale Ort für die Begegnung zu sein: die samoanische Insel Nu'ulopa.

US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Kim Jong Un haben spontan ein persönliches Treffen vereinbart. Was weltweit vorsichtige Begeisterung auslöste, stellt den Beraterstab der beiden Staatsoberhäupter vor Herausforderungen. Vielleicht die größte davon: der Ort der Zusammenkunft. Sofort war klar, dass sich Trump nicht in das Territorium des Nordkoreaners begeben will, ebensowenig wie Kim Jong Un bereit ist, US-amerikanischen Boden zu betreten. Damit das auf dünnem Eis gebaute Vorhaben nicht schon im Keim erstickt werden sollte, musste schnell ein Kompromiss her, welcher gestern offiziell verkündet wurde: „Nu'ulopa“ heißt die kleine, zum polynesischen Staat Samoa gehörige Pazifikinsel, auf der die historische Begegnung nun stattfinden soll. Nu'ulopa ist von Washington ungefähr genauso weit entfernt wie von Pjöngjang und gehört anders als das etwas schneller erreichbare Hawaii nicht zum Staatsgebiet der USA.

Samoas Staatsoberhaupt Tuimaleali'ifanoVa'aletoa Sualauvi II soll von dem Vorschlag zunächst nicht begeistert gewesen sein. Auf Twitter begründete Sualauvi seine Skepsis: „Nach meinen Informationen handelt es sich um einen alten, unberechenbaren Sexisten mit wirren Ideen und einen dicken, diktatorischen Raketennarr, der sein Volk hungern lässt. Das ist normalerweise nicht die Art von Besuch, über die wir Samoaner uns freuen“. Da dem Treffen bezüglich des Weltfriedens eine große Bedeutung eingeräumt werde, habe sich das Parlament aber dennoch zur Zustimmung bewegen können. Ein großer Vorteil sei in der Tat, dass Nu'ulopa sehr klein und unbewohnt sei. „Wir haben aber eine geschützte Flughunde-Kolonie, für deren Unversehrtheit wir ab sofort beten werden“, sagte der überzeugte Christ. Man habe den beiden Männer bereits mitgeteilt, dass das Tragen von Waffen auf Samoa nicht gestattet sei und dass sie auch ihre Atomsprengknöpfe zuhause lassen müssten, so Sualauvi.

Das mit Spannung erwartete Vier-Augen-Gespräch zwischen dem „tollwütigen Hundewelpen“ (Zitat Donald Trump) und dem „geisteskranken, dementen US-Greis“ (Zitat Kim Jong Un) hat damit eine erste, wichtige Hürde genommen und kann jetzt konkret geplant werden.